Vorbereiten auf den Dienst in der Feuerwehr

Nicolas Berger ist Gemeindejugendfeuerwehrwart in Hasbergen

HASBERGEN. In der Jugendfeuerwehr Hasbergen werden die Mitglieder auf ihren aktiven Dienst vorbereitet. Ein Betreuerteam von sechs erwachsenen Wehrleuten ist mit deren Ausbildung betraut, organisiert zudem Freizeitaktivitäten wie Ausflüge und Zeltlager.Gemeindejugendfeuerwehrwart ist Nicolas Berger.

Die Jugendabteilung ist der Jungbrunnen der Freiwilligen Feuerwehr. Dort werden Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren auf die Aufgaben vorbereitet, mit denen sie es später im aktiven Dienst zu tun bekommen werden. In den Dienststunden der Jugendfeuerwehr lernen sie zum Beispiel den Umgang mit Geräten und werden während Schulungen mit den Abläufen von Einsätzen vertraut gemacht. Am Ende dieser Zeit steht in Hasbergen die eine umfangreiche Prüfung, die zur Verleihung der Leistungsspange führt, die gleichzeitig der Eintritt in den aktiven Dienst bedeutet.


„Das Feuerwehrtechnische macht aber nicht einmal die Hälfte der Zeit in der Jugendfeuerwehr aus. Etwa 60 Prozent sind der allgemeinen Jugendarbeit reserviert“, erklärt Nicolas Berger. Er, sein Stellvertreter Patrick Bläker und die anderen aus dem Betreuerteam organisieren Kanufahrten und Ähnliches, führen mit den Mitgliedern Ausflüge durch oder fahren mit ihnen ins Zeltlager. Hintergrund ist die Vermittlung sozialer Kompetenz, Einordnung in die Gruppe und die Förderung des gegenseitigen Vertrauens.


Die Teilnahme an der Jugendfeuerwehr ist in Hasbergen sehr gefragt. Maximal 15 Kinder und Jugendliche werden dort aufgenommen und gegenwärtig existiert sogar eine Warteliste. Dieser Umstand ist der qualifizierten Arbeit des Betreuerteams zu verdanken. Allein im vergangenen Jahr hat es 600 Dienststunden geleistet, alles freiwillig und ehrenamtlich.


Der Gemeindejugendfeuerwehrwart ist seit 13 Jahren in der Jugendarbeit engagiert, erst in Minden, wo er aufgewachsen ist, dann in seinem neuen Wohnort in der Hüggelgemeinde. Dabei war er selbst nie Mitglied in der Jugendfeuerwehr, ist erst als Erwachsener dem Vorbild seines Bruders gefolgt und in die Freiwillige Feuerwehr eingetreten. Schnell war es dann für ihn klar gewesen, sich mit der Jugendarbeit zu beschäftigen.


Der 31-jährige Ingenieurfür Elektrotechnik investiert gern einen Teil seiner Freizeit für seine Aufgabe. Er weiß, dass es wichtig ist, den Nachwuchs zu fördern, um die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr aufrecht erhalten zu können. „Für uns Betreuer gibt es nichts Schöneres als zu sehen, dass sich die Kids dank unserer Arbeit entwickeln und zu eigenständigen Feuerwehrangehörigen werden“.

Text und Foto: Horst Troiza (NOZ 03.12.2015)   ----  www.noz.de

Anmerkung:

Nicolas Berger war selbst Mitglied in der Jugendfeuerwehr.