Zimmerbrand - Osnabrücker Straße

Foto:  D. Ruthemeier
Foto: D. Ruthemeier

Hasbergen. Zu einem Feuer im ehemaligen Hotel Zur Rothenburg in Hasbergen ist die Feuerwehr am Montagabend gegen neun Uhr ausgerückt. Es wurde niemand verletzt.

 

Das ehemalige Hotel wird seit einigen Monaten als Unterkunft für Fluchtlinge genutzt. Wie der Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Hasbergen, Dennis Halsband, vor Ort mitteilte, wurden die Kameraden um 20.42 Uhr mit der Meldung „Feuer im Wohngebäude“ alarmiert. Noch auf der Anfahrt zum ehemaligen Hotel zur Rothenburg, ging nach Halsband die weitere Information ein, dass es eine starke Rauchentwicklung im ersten Obergeschoss gab.

 

Nachbarin warnte Bewohner sofort

In dem Gebäude hielten sich zum Zeitpunkt des Brandes etwa zehn Erwachsene und neun Kinder auf. Dass diese sich unverletzt in Freie retten konnten, ist auch dem Umstand zu verdanken, dass eine Nachbarin die Bewohner sofort warnen konnte. „Ich habe nur Feuer gerufen“, schilderte Tanja Kiefer die Situation. Bevor sie den Rauch sah, habe sie sich noch mit einem der Bewohner unterhalten. Nach dem Bemerken des Brandes habe Kiefer und der Bewohner den Übrigen durch Rufen den Weg ins Freie gewiesen und sich gegenseitig geholfen in Freie zu gelangen. Im Anschluss wurden die betroffenen Familien durch das Rote Kreuz betreut. Auch einige Anwohner kümmerten sich um die Flüchtlinge. Darunter auch die zehnjährige Rachel Kiefer, die zur Ablenkung mit den Kindern der geschädigten Familien spielte. „Menschen wurden bei diesem Einsatz nicht verletzt.“, kommentierte Halsband die selbstständige Rettung der Bewohner. Nach Angaben der Polizei wird der durch das Feuer und das Löschwasser geschätzte Schaden auf etwa 20.000 Euro geschätzt.

Nach dem Eintreffen der Rettungskräfte konnten diese innerhalb weniger Minuten den Brandherd im Obergeschoss des Hauses löschen. Wie Halsband weiter mitteilte, ist dieser durch einen technischen Defekt an einem Warmwasserboiler entstanden. Einen fremdenfeindlichen Hintergrund konnte die Polizei daher sofort ausschließen. „Dazu gibt es absolut keine Hinweise.“ Aufgrund des Brandschadens ist die Flüchtlingsunterkunft zur Zeit leider nur teilweise bewohnbar.

 

Sperrung nach einer Stunde aufgehoben

Wie die Flüchtlingsbeauftragte der Gemeinde Marita Tolksdorf-Krüwel vor Ort mitteilte , musste ein Erwachsener und sechs Kinder vorübergehend in die Notunterkunft in der Nähe des Rathauses umziehen. Auch der zuständige Sachbearbeiter der Gemeinde, Martin Tillner, kümmerte sich an der Einsatzstellen unmittelbar um die Beseitigung des Schadens. „Noch am Abend werden die Reparaturarbeiten beginnen.“ Für die Dauer des Einsatzes wurde die Osnabrücker Straße (L89) in beide Richtungen gesperrt. Der Verkehr konnte dabei über die Ohrbecker Straße und An der Rothenburg an der Einsatzstelle vorbei geleitet werden. Gegen Ende der Arbeiten der Feuerwehren Osnabrück und der Freiwilligen Feuerwehr Hasbergen konnte die Sperrung nach etwa einer Stunde wieder aufgehoben werden.

 

Text:  www.noz.de